Schöne, deutsche Sprache

(Anmerkung: Dieser Beitrag wurde schon mal veröffentlich auf dem Portal Medium.)

 

Wieso nicht so schreiben, wie man auch träumt?

Ich bin nicht deutsch. Zumindest laut meinem Pass. Ich bin hier geboren, meine Eltern sind vor gefühlt einer Ewigkeit nach Deutschland gekommen. Im Sommer sind wir immer zu unseren Wurzeln zurück. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich einen – wie ich finde – sehr angenehmen Bezug zu Deutschland. Und bevor jemand einen tieferen Sinn im oberen Bild erkennen zu glauben scheint: Ich muss dich enttäuschen. Ich habe auf die Schnelle kein passendes Bild gefunden und ich wollte auch nicht in die Copyright-Falle tappen. Daher schnell den Bilder-Ordner aufgemacht und ein Naturbild (ist ok), da die Tierbilder aus / out sind (zum Glück).

Ich mag sehr viel an Deutschland. Gerade Punkte wie Musik & Film aus Deutschland wird in meinen Augen nicht genug gewürdigt. Die Leute hören lieber den neuesten Scheiss aus den Staaten, weil es ja so innovativ und bedeutungsvoll ist. Und die deutschen Lieder sind ja textlich immer ach so schwach. Dabei muss man einfach mal nur die üblichen englischen Texte übersetzen (man darf auch Google um Hilfe bitten…): “I love you, I hope you love me too” oder “You ‘re my girl, I show you the world” (was sich für mich sowieso noch nie gereimt hat, aber nun gut).
Wenn wir ehrlich sind, würden die Texte von Dieter Bohlen im englisch-sprachigen Mainstream nicht negativ auffallen.

Oder nehmen wir die Filme: Kommt ein sogenannter Blockbuster aus Amerika in die deutschen Kinos, so rennen die Cineasten in Scharen in die Kinos. Ich gönne denen ja auch die ganzen Transformers, Marvel Superhelden und ähnliches. Die Produktionen, vorallem das Setting und das CGI sind extrem kostenintensiv und damit können und vorallem sollten sich die deutschen Filmemacher nicht messen. Kennt noch jemand “Cascadeur – Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer”? Ich hoffe doch nicht.

Hier in Deutschland kommt es natürlich auf das Drehbuch und vorallem den Mut an, etwas ungewöhnliches machen zu wollen / zu dürfen. Wie damals in den 90ern “Lola rennt” oder – in Bezug auf Serien – “Der Tatortreiniger” (das hat der Öffentliche Rundfunk wirklich durchgewunken? Ich reibe mir die Augen und ziehe meinen Hut)

Um es auf den Punkt zu bringen: Mir ist es wichtig, dass die Kreativen dieses Landes weiter den Mut haben, Ihren Weg zu gehen und etwas Eindrucksvolles zu schaffen.Noch wichtiger ist mir jedoch, dass diese Perlen – die es in der Tat hier zu Hauf gibt – auch die Aufmerksamkeit des Publikums / Konsumenten erhalten, die sie verdienen.

Zum Abschluss möchte ich noch – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – eine Liste von Hör- und Guckempfehlungen aussprechen.

Bitte reinhören: OK KID, Die Orsons, Max Schroeder & das Love, Ja,Panik (aus Österreich, aber ich will mal nicht so sein).
Bitte anschauen: Der Tatortreiniger, Pastewka, Dr. Psycho, Stromberg (kommt sogar bald als Film im Kino), 23 – Nichts ist so wie es scheint, Das Experiment.

In diesem Sinne: Viel Spaß auf der deutschen audiovisuellen Entdeckungsreise.

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